Leitfaden · Enten

Enten halten: Wasser, Auslauf und warum der Gartenteich scheitert

Enten sind robust, wetterfest und als Laufenten begeisterte Schneckenjäger – aber sie stellen andere Ansprüche als Hühner, vor allem beim Wasser. Diese Übersicht zeigt, wie viel Platz Enten brauchen, wie ihr Wasserbedarf ohne Schlammloch gelöst wird und was bei Küken und Brut zu beachten ist.

Laufente: die Anfängerente

Die Laufente ist die beliebteste Rasse für Einsteiger: leichtfüßig, wetterfest und ein effektiver Schneckenjäger im Garten. Sie legt in den ersten beiden Jahren rund 150 bis 200 Eier, vor allem von Februar bis August, oft fast täglich.

Enten sind wie Hühner Gruppentiere – eine einzeln gehaltene Ente vereinsamt und wird krank. Nie allein halten.

Platz: Stall klein, Auslauf groß

Der Stall darf klein sein: für Laufenten und kleine Rassen genügt etwa 0,5 m² Stallfläche pro Tier, große Rassen brauchen rund 1 m². Enten schlafen am Boden, nicht auf Stangen.

Draußen ist der Anspruch hoch: rechnen Sie mindestens 20 m² Auslauf pro Ente; Laufenten wollen zum Laufen und für die Futtersuche eher um die 100 m² pro Tier. Wer diesen Auslauf hat, wird mit einem schneckenfreien Garten belohnt.

Wasser: nötig, aber kein Teich

Enten sind Wassergeflügel und brauchen Badewasser – zum Schwimmen, Putzen und für die Augen. Ein Gartenteich ist aber der falsche Weg: die Tiere verschlammen und verschmutzen ihn in wenigen Tagen. Besser ist ein wechselbares Gefäß – eine flache Wanne oder ein Bottich, in den sie bequem hinein- und wieder heraussteigen können, und das man regelmäßig frisch füllt.

Das viele Wasser ist auch der Grund, warum Enten und Hühner sich einen Stall nur mit Mühe teilen – mehr dazu auf der Seite Welche Tiere passen zu Hühnern?

Küken und Brut: 28 Tage und mehr Niacin

Enteneier brauchen länger als Hühnereier: 28 Tage Brutzeit bei den meisten Hausenten (Laufente, Pekingente). Nur die Moschusente weicht ab (rund 35 Tage). Alle Bruttermine liefert der Brutkalender.

Beim Kükenfutter ein wichtiger Unterschied: Entenküken brauchen zwei- bis dreimal so viel Niacin (Vitamin B3) wie Hühnerküken. Verwenden Sie passendes Enten-/Wassergeflügel-Kükenfutter – kein medikamentiertes Hühnerküken-Starterfutter, dessen Nährstoffprofil für Enten nicht passt. Fehlt Niacin, drohen Wachstums- und Beinschäden.

Häufige Fragen

Wie viel Platz brauchen Enten?

Stall ca. 0,5 m² pro Tier bei kleinen Rassen bis 1 m² bei großen, Auslauf mindestens 20 m² pro Ente, Laufenten eher 100 m². Enten schlafen am Boden.

Brauchen Enten einen Teich?

Badewasser ja, einen Teich nein – der verschlammt in Tagen. Eine flache, regelmäßig gewechselte Wanne, in die sie hinein- und heraussteigen können, reicht.

Wie viele Eier legen Laufenten?

Rund 150–200 Eier in den ersten beiden Jahren, vor allem von Februar bis August, oft fast täglich.

Wie lange brüten Enten?

28 Tage bei den meisten Hausenten, etwa 35 Tage bei der Moschusente. Entenküken brauchen zudem deutlich mehr Niacin als Hühnerküken.

Quellen Angaben zur Legeleistung und zum Platzbedarf von Laufenten nach Enten-Fachratgebern; Niacinbedarf der Entenküken nach Geflügel-Fütterungsratgebern; Brutdauer nach dem eigenen Brutkalender. Stand: 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.